
Während des Saisongeschäfts oder in Zeiten eines Betriebsurlaubs ist die Nachfrage größer als die Produktionskapazitäten. In beiden Fällen lässt sich der Engpass nur durch eine zeitlich vorgezogene Produktion überbrücken.
Bei der Terminierung erkennt die FEKOR-Software diese Engpässe im Produktionsablauf schon frühzeitig, da das System im Rahmen der üblichen operativen Planung stets einen sogenannten Saisonausgleich durchführt. Informationen über mögliche Engpässe integriert das System entsprechend in seine Kapazitätsplanung. Das System empfiehlt, Fertigungsaufträge aus dem kritischen Engpassbereich vorzuziehen und „verschläft” den richtigen Einsatzzeitpunkt für vorzuziehende Produktionen nicht. In seiner Planung berücksichtigt es nicht nur die Maschinenkapazität, sondern auch Umfang und Qualifikation des zur Verfügung stehenden Personals.
Bei einer Vorproduktion lassen sich auch Haltbarkeitsgrenzen von Produkten in die FEKOR-Fertigungsplanung integrieren. Dabei können Artikel mit längeren Haltbarkeitsgrenzen vorgezogen werden, während Artikel, deren Haltbarkeit stark begrenzt ist, unmittelbar nach der Fertigung ausgeliefert werden sollten. Gleichzeitig warnt FEKOR, wenn sich ein Verstoß gegen Haltbarkeitsgrenzen abzeichnet und verhindert damit, dass Artikel aufgrund einer zu frühen Produktion wieder vernichtet werden müssen.
Unser Beispiel:
Die Nachfrage nach Weihnachtsgebäck und -schokolade konzentriert sich naturgemäß in den Wochen vor dem Fest. Nicht alles kann "auf den letzten Drücker" produziert werden. Das Thema Vorproduktion ist daher unumgänglich. Dabei ist darauf zu achten, dass Artikel mit einem höheren Milch- und/oder Sahne-Anteil nur eine kürzere Haltbarkeit besitzen als beispielsweise bittere Schokoladen. Daher eignen sich Produkte wie bittere Schokolade eher dafür, vorproduziert zu werden. So entstehen wiederum freie Kapazitäten für die zeitnahe Produktion von Vollmilchschokoladen mit begrenzterer Haltbarkeit.
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