Artikel, die sich durch ähnliche Merkmale in der Produktion auszeichnen, lassen sich in der FEKOR-Feinplanung in Artikelgruppen mit gleicher Lagerreichweite zusammenfassen. Die Lagerreichweite gibt an, wie lange ein Artikel die bestehende Nachfrage aus dem Bestand decken kann.
Die Artikelgruppenbewirtschaftung unserer APS-Software verfolgt das Ziel, alle Artikel einer Gruppe auf dieselbe vom Planer vorgegebene Lagerreichweite anzuheben. Selbst wenn bei einzelnen Artikeln der Gruppe die Nachfrage innerhalb der Lagerreichweite geringer als erwartet ist, empfiehlt es sich, diese in entsprechend kleinerer Menge mit zu produzieren. Damit sorgt die Software dafür, dass die neuerliche Produktion aller Artikel einer Gruppe nach Ablauf ihrer Lagerreichweite auf einen gemeinsamen Zeitpunkt fällt. Innerhalb der definierten Reichweite ist eine zusätzliche Einzelproduktion also nicht mehr notwendig.
Dieses Verfahren der Materialbedarfsplanung führt zu einer deutlichen Abnahme Ihres Rüstaufwands:
FEKOR verwendet dasselbe Planungsprinzip auch, um z. B. eine Komponente auf alle abnehmenden Artikel so zu verteilen, dass diese für die vorgegebene Lagerreichweite nicht wieder neu hergestellt oder bestellt werden muss.
Unser Beispiel:
Ein Unternehmen produziert Extrusionsprofile mit den Längen 1 m, 1,5 m und 2 m unter drei verschiedenen Artikelnummern. Diese sind in FEKOR zu einer Artikelgruppe mit einer Lagerreichweite von sechs Wochen zusammengefasst. Aktuell ist die Nachfrage nach dem 1,5 m-Artikel durch den Bestand nicht mehr gedeckt. Der Bestand an den beiden anderen Artikeln reicht jedoch noch aus. Durch den Mangel an besagtem 1,5 m-Artikel generiert FEKOR nun einen Auffüllauftrag. Dieser veranlasst das System dazu, automatisch auch den Bestand und Bedarf bei den beiden anderen Artikeln für die kommenden sechs Wochen zu prüfen. Am Ende entsteht eine Gruppe von drei Fertigungsaufträgen, deren Mengen jeweils zur Deckung des Bedarfs in den kommenden sechs Wochen ausreichen. Stellen sich keine außerplanmäßigen Nachfrageänderungen ein, kann man somit auf eine Neuproduktion inklusive teurer Rüstzeiten im Rahmen der geplanten sechs Wochen verzichten.
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